Hören und Fürbitte im Gebet - Gebetsseminar mit Margret Meier.

Gebet ist keine Einbahnstraße. Gott will zu uns reden, aber unser Hörvermögen ist oft eingeschränkt.

Wie können wir also lernen, auf Gottes Stimme zu hören? Welche Sprachen spricht Gott? Wie erkennen wir sein Reden? Um Antworten auf diese Frage zu erhalten, trafen sich 42 TeilnehmerInnen zum Gebetsseminar in der Gemeinde Altena Grünewiese. Diese hatte gemeinsam mit der Regionalgruppe der GGE in NRW (Geistliche Gemeindeerneuerung) für den 29. Juni zu diesem Seminar eingeladen.
Referentin war Margret Meier, Pastorin i.R. im BEFG, die vielen durch ihre Arbeit für „Open Doors“ bekannt ist. Vor zwei Jahren hat sie außerdem den Verein „Himmelsperlen International e.V.“ gegründet, um Schulen in Pakistan aufzubauen und zu unterstützen.

GGE Gebetsseminar MMeier Foto 1Der Vormittag hatte das Thema: „Hören auf den Gott, der redet.“ Dabei erläuterte Margret Meier, dass Gott ganz unterschiedliche Arten hat, zu reden; z.B. durch die Bibel, Predigt, Gebet, Lobpreis, Stille, Träume, äußere Umstände und eben auch durch das „Hörende Gebet“. Das Hörende Gebet ist lediglich eine bestimmte Form des Betens, bei dem nicht Bitte, Dank oder Anbetung im Zentrum stehen, sondern das Hören auf Gottes Reden – und zwar konkret in eine persönliche Situation hinein. Was auch immer das Anliegen sein mag – im „Hörenden Gebet“ wird zunächst einmal alles beiseitegelegt, um sich ganz auf Gott auszurichten und seine Impulse zu empfangen. Der Schlüssel zum rechten Hören auf Gott ist ein Leben in seiner Nähe. „Nahet euch zu Gott, so naht er sich zu euch“ Jak 4,8.

Im zweiten Teil des Vormittags wurden sechs Kleingruppen gebildet, um das Hören auf Gott auch praktisch zu üben. Die KleingruppenleiterInnen, die bereits Erfahrungen mit Hörendem Gebet gesammelt haben, erklärten den Ablauf und segneten die TeilnehmerInnen, die um Hörendes Gebet gebeten hatten. Die Eindrücke wurden schriftlich festgehalten, um sie später reflektieren und prüfen zu können.

GGE Gebetsseminar MMeier Foto 2Der zweite Teil stand unter dem Thema: „Vor Gott und für andere einstehen“. Im Fürbitte–Gebet sind wir dabei Teilhaber an Gottes Wirken und erfüllen den Auftrag, den wir haben. Das betrifft die engen Lebenskreise Familie und Freunde und geht weiter bis in die ganze Welt. „Die wichtigsten Voraussetzungen dafür, ein Beter zu werden und zu bleiben, liegt darin, Hunger nach der Erfüllung des Willens Gottes zu haben und an seinem Wirken in dieser Welt beteiligt sein zu wollen“, erläuterte Margret Meier. Gott hat uns mit dem Gebet eine Möglichkeit gegeben, uns für das einzusetzen, was wir wissen, sehen, befürchten, erkennen und wofür wir eintreten wollen. Es gilt dabei, geistlich wach zu sein! Als biblisches Beispiel diente dafür das Gebet Moses im Kampf gegen die Amalekiter aus 2. Mose 17.

Nach dem 2. theoretischen Teil wurde es wieder praktisch. Es wurden verschiedene Gebetsbereiche genannt und die Kleingruppen trafen sich wieder, um für bestimmte Gebetsanliegen einzutreten.

 Zum Schluss gab uns Margret Meier folgende Leitsätze zur Ermutigung mit auf den Weg:                                                                     

  • Beten ist: Gauben, dass Gott hört.
  • Beten ist: Gehorsam gegenüber den Aufforderungen der Bibel.
  • Beten ist: Gottes Willen erkennen und nach seinem Willen handeln.
  • Fürbitte ist: Glaube und Liebe in Aktion.
  • Fürbitte bedeutet: sich zu identifizieren mit dem Leid anderer.
  • Fürbitte ist: ein Zeichen der Einheit im Leib Christi.
  • Fürbitte ist: geistliches Handeln.
  • Fürbitte heißt: sich mit Jesus eins machen und unter seiner Regie geistlich in der unsichtbaren Welt eintreten.
  • Fürbitte verändert die Welt.

 Andreas Beier für die GGE Regionalgruppe im Landesverband NRW

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