So ist es auf der Homepage und den Plakaten des GJW.NRW im Jahr 2016 zu lesen. Eine Handlungsanweisung an uns selbst und ein motivierender Appell an alle die im GJW mitwirken.

- Doch was ist Heimat überhaupt?
- Ein Ort, in dem wir uns wohl fühlen?
- Ein Mensch, der uns zugewandt ist?
- Eine Gemeinde, in der wir uns engagieren?
- Die Aussicht auf das Himmelreich oder der spürbare Himmel auf Erden?
- Gibt es eigentlich eine oder mehrere Heimaten?

Diese und viele weitere Fragen bewegen uns im GJW.NRW im Jahr 2016 und darüber hinaus. Seit dem ersten September 2015 bin ich als Referentin für Kultur und Bildung mit meinem Team dem „Bunten“ im GJW auf der Spur.

 

Wir glauben, dass Heimat Geschenk Gottes ist und dass Gott es gerne bunt mag. Zusammen träumen wir davon, diese bunte Heimat Gottes erfahrbar zu machen. Mit ca. 1000 Teenys und Jugendlichen wollen wir Gott auf dem Buju im Sommer als „Heimatgeber“ erleben. Auf dem Kindertag „in sechs Stunden um die Welt“ haben 75 Kinder und Mitarbeitende bunte Heimaten erkundet. Und vom 2.-4. September werden ca. fünf bis sechs Jugendbands in der ersten „Worship-Akademie des GJW.NRW“ gemeinsam daran arbeiten, ihren Lobpreis als Heimatstiftend zu gestalten. Gemeinsam mit Ruth machen sich die Teilnehmenden der Kindermusicalfreizeit auf den Weg, neue und bunte Heimat zu finden. Und auch bei vielen weiteren Events werden wir uns zusammen mit Kindern, Teenys und Jugendlichen eine bunte Heimat ausmalen.

So wie Jesus es zu seiner Zeit getan hat. Eine Frau steht vor ihm, mitten in einem Raum voller Männer die zu Abend essen. Sie hat hier keinen Platz, darf hier eigentlich nicht sein. Und doch geht sie mutig durch den Raum, auf Jesus zu. Als sie vor ihm steht, bricht sie in Tränen aus. Mit diesen Tränen wäscht sie seine Füße, trocknet diese mit ihren Haaren und öffnet anschließend den Deckel eines Ölfläschchens. Vorsichtig salbt sie Jesu Füße.

Die Männer im Raum sind aufgebracht, sie diskutieren mit Jesus. Doch er? Bleibt ruhig. Erklärt warum diese Frau so handeln darf. Seine weisen Worte zeigen, wie anders er denkt, wie revolutionär. Wie heimatgebend. Und schließlich spricht er die besonderen, göttlichen Worte, Worte, die das Leben der Frau verändern. „Dir sind deine Sünden vergeben. (…) Dein Glaube hat dir geholfen; geh hin in Frieden!“ (Lukas 7, 48+50 Luther Bibel 1984)

Durch seine Kraft, Sünden zu vergeben hilft er der Frau wieder Heimat zu finden.
Jesu Sensibilität und seine Offenheit dieser Frau gegenüber berührt mich. Es ist ihm nicht egal, wie es ihr geht. Sie ist ihm nicht egal. Er lässt sich von ihr berühren, lässt zu, was einer Frau ihresgleichen nicht zusteht. Mit seinen Worten erhebt er diese Frau. Der Frieden, von dem er spricht, kann nun zu ihrem werden. Und die Heimat, in der alle im Raum Anwesenden leben und von der sie nun wieder ein Teil sein kann, ist von nun an ein Stückchen bunter.

Ich freue mich auf bunte Heimaten, die Jesus noch heute mit uns gestaltet.
Ich wünsche uns allen, dass wir ihn als Heimatgeber erleben und uns von ihm prägen lassen.
Herzliche Grüße aus dem GJW.NRW
Mara Figge